So, jetzt komme ich endlich dazu euch über unseren Urlaub zu berichten!!!
Ich werde allerdings unseren Urlaub in drei Teile aufteilen, da es ansonsten zu viel wird…. vor allem mit den ganzen Bildern ^^ - haben um die 4000 Bilder geschossen ;-)
- an der Stelle: großes Dankeschön an Jonas und seine Geduld --> die letzten Bilder sind heute (Mi,25.11.09) angekommen & auch danke an eure Geduld, dass ihr solang gewartet habt :-* -
Montag, 05.10.09: Jonas landet
Jonas kam wie vereinbart pünktlich in Wellington an…. Nach einem kleinen Wettlauf - Jonas war nicht darauf gefasst, dass man in Wellington direkt vom Gate abgeholt wird – hatten wir eine herzliche Begrüßung.
Anschließend ging es GEMEINSAM (schön das Wort) nach Upper Hutt zu meiner Gastfamilie - Jonas wurde schon freudig erwartet. Allerdings schaffte der Jetlag ihn ganz schön, sodass wir zwei einen ruhigen Nachmittag im Zimmer verbracht.
Abends hieß es ja schon wieder Programmbewältigung: Wir hatten eine Verbaredung in der Stadt mit den GKG ( German Kiwi Girls ) für Dinner - bei einem schönen Abend konnten sie Jonas kennenlernen, auch wenn wir ihm lieber Streichhölzer mitgenommen hätten ^^
Der Plan war eigentlich, dass wir uns dienstags auf den Weg auf die Südinsel machen wollten – allerdings war Jonas doch noch vom Jetlag geblättet, so dass wir uns umentschieden und erst am Mittwoch unseren Urlaub antreten wollten – Dienstag gingen wir es ruhig an!
Mittwoch, 07.10.09: Südinsel, wir kommen!!!
Morgens um halb sechs klingelte bei uns der Wecker, da die Fähre um 7 Uhr vom Wellington Hafen ablegen wollte ^^.
Wir packten nur noch unsere sieben Sachen in meinen kleinen Toyota und schon ging es los in Richtung Wellington - zur "Bluebridge"!
Gegen halb acht hieß es dann auch endlich Einfahrt in die Fähre und was muss gleich passieren?
- Ich saß am Steuer und musste auf der Schräge die Reifen komplett durchdrehen lassen, sodass wir ein Stück nach hinten rutschten. Zum Glück hatte ich den besten Beifahrer, der gleich die „Notbremse“ zog ^^
Tja, so war ich dann erst einmal die Lachnummer – guter Anfang für unsere dreiwöchige Südinseltour!
Aufm Deck angekommen, haben wir unsere ersten Bekanntschaften gemacht… zwei Franzosen, die ebenfalls die Südinsel unsicher machen wollten. Nach einem kleinen Gespräch und der ersten Sichtung von Robben, haben wir uns nach Drinnen verzogen… wir hatten Hunger!
GANZ SCHLECHTE IDEE – die See war an diesem Tag so rau, sodass wir ca. 5 m hohe Wellen hatten. Folge daraus war, dass wir beide seekrank wurden und uns nicht mehr auf den Beinen halten konnten. Wir hatten uns zwei Sitze gesucht und sind für den Rest der Fahrt eingeschlafen.
Dies war vorerst wohl die beste Medizin!!! Später konnten wir, zum Glück bei bestem Wetter, die ersten Fiordlandschaften von der Südinsel sehen.
Von Picton aus (Anlegeort der beiden Fährengesellschaften – Bluebridge & Interislander) ging es über den „Queen Charlotten Drive“ nach Nelson – der sonnigsten Stadt auf der Südinsel oder auch gar Neuseeland… keine Ahnung ^^
Der "Queen Charlotten Drive" windet sich an den Buchten vom Marlborough Sound entlang…. traumhafte Aussichten und traumhafte Strände. Hier hatte ich auch den ersten Wasserkontakt – brrh, das war kalt ;-)
Nach dem kleinen Zwischenstopp und meiner ersten guten Tat – Rettung eines kleinen Kükens, dass seine Mama verloren hatte - ging es weiter Richtung Nelson.
In Nelson angekommen, haben wir in unserem ersten Backpacker Hostel „The Bug“ eingecheckt… nettes kleines Hostel, dass sich auf das Thema „Käfer“ spezialisiert… zum Glück nur das Auto „Käfer“ – jetzt könnt ihr mal raten, wer sich das Hostel ausgesucht hat ^^ - Richtig: Jonas! ;-)
Am gleichen Tag sind wir noch auf den „Hausberg / -hügel“ gelaufen und haben uns Nelson von oben angesehen.
Der Berg hat etwas spezielles - der Berg ist das Zentrum von Neuseeland! So standen wir, nach einem Tag auf der Südinsel schon im „Center of New Zealand“ ^^
Am Abend haben wir uns Sandwiche geschmiert und sind an einen schönen Strand gefahren, um ein wenig Zeit zu zweit zu verbringen.
Ich muss aber sagen, nicht der Spaziergang war das Beste - sondern der Haustransport :-P
Richtig! Ein komplettes Haus wurde am frühen Abend aus Nelson heraus transportiert und hat die komplette Straße blockiert… wir hatten Glück und konnten dank ein paar Einheimischen eine kleine Abkürzung nehmen und so, das Haus passieren ^^
Donnerstag, 08.09.10: Abel Tasman National Park
Nach einem langen Schlaf - ging es weiter mit unserem Programm und wir fuhren Richtung Kaiteriteri!
Von dort aus ging es weiter mit dem Water Taxi über die Tasmanische See entlang am "Abel Tasman National Park" zu einem kleinen Strand.
Auf dem Weg zu unserer Bucht kamen wir am „Apple Split Rock“ vorbei (kurze Information: Der Apple Split Rock ist ein Granitfelsen, der in der Hälfte geteilt ist. Durch seine gegebene Form sieht er aus wie ein Apfel - so entstand der Name "Apple Split Rock" ^^) und natürlich das Beste an diesem Tag: meine erste Begegnung mit Delfinen.
Sie sind ein Weilchen mit uns mitgeschwommen, sodass wir doch einige Schnappschüsse bekamen, anschließend sind sie weiter nach Kaikoura geschwommen.
In unserer Bucht angekommen, waren Jonas und ich ein bisschen ratlos… aber nach einer Weile, entdeckten wir ein Schild, dass eine Route zu den "Cleopatra Pools" mit 1,5 Stunden angab.
So machten wir uns auf den Weg und kamen nach ca. 1 Std Laufweg zu den Pools (wir haben auf unserer Südinseltour gelernt, dass die Kiwis mit den Laufzeiten gern etwas übertreiben ^^). Trotz der kurzen Zeit mussten wir aufm Rückweg ganz schön spurten, da uns das Wassertaxi bald wieder abholen wollte. Pünktlich angekommen, mussten wir feststellen, dass ein 15 Min – Weg zu Caves geführt hätte :-/ (dazu muss gesagt werden: Jonas ist ein Fan von Caves, Cliffs & Waterfalls ^^) - Es war trotzdem ein schöner Tag im National Park!
Zurück in Kaiteriteri hat es dann leider angefangen zu regnen - trotzdem zogen wir trotz Regen das Besichtigungsprogramm durch…
Die Idee war, an Hot Pools zu fahren – auf dem Weg dort hin, entschieden wir um und fuhren als erstes eine 1-stündige Schotterpiste entlang, da dort angeblich ein tiefes Loch sein sollte (dies hört sich jetzt nicht wirklich spektakulär an, aber irgendwie soll das Loch 50 m tief sein oder so). Naja dort ENDLICH angekommen (wir konnten nur schlappe 10 km/h fahren, da unser Auto kein 4WD ist), wurde auf Schildern gewarnt - nicht ohne Vorbereitung dort hinzulaufen … also wieder Kehrtmarsch!
Back on the Route fuhren wir noch an die „Te Waikoropupu Springs“ - so klares blaues Wasser habe ich noch nie gesehen – sehr beeindruckend, trotz schlechtem Wetter! Das schlechte Wetter hielt sich am nächsten Tag, sodass wir uns entschieden uns weiter auf die Reise an die Westküste zu machen…
Freitag, 09.10.09: Nelson – Greymouth
Von Nelson aus ging es über Berg - & Talfahrt Richtung Greymouth!
Zwischendrin machten wir Stop an der "Buller George" (Buller: Flussname & George: Schlucht) - dort wurde extra für Touristen eine Hängebrücke erbaut! Es war schon nicht ohne über die Brücke zu laufen, vor allem mit so einem Hampelmann, wie Jonas an der Seite – ich war froh, dass keiner meinen Weg gekreuzt hat, da die Brücke gerade mal so breit ist wie eine Person ^^
Das Highlight ist eigentlich, wenn man über den Buller fliegt: Man kann als Superman, an einem Seil gespannt, über den River schweben – aber wegen dem Wetter war dies leider nicht möglich, genauso wie die Jetboat-Tour.
Vom Buller George ging es weiter nach Westport ans "Faulwind Cape". Zu dem Cape mit Leuchtturm fällt mir nur ein Wort ein – windig! Wir konnten uns richtig in den Wind reinlegen, war schon ein Spaß ^^
Von dort aus ging es weiter zu DER Attraktion am Tag: "Punakaiki – Pancake Rocks"! Die Felsenformationen sehen tatsächlich wie Pancakes aus - über die Jahren haben sich Gesteinsschichten aufeinander abgelagert (denk ich mal ^^).
Außerdem sind dort die Blowholes! Dies sind Löcher oberhalb von Höhlen - wenn Wasser rein geschwemmt wird, wird dies wieder durch die Löcher hinaus geblasen! Dies hat echt ein WOW – Effekt.
Punakaiki war unser letzter Touripunkt für den Tag, dass wir uns anschließend Richtung Hostel machten – „Global Village.
Meiner Meinung nach, eins der besten Hostels – zwar groß, aber soooo geile Duschen ^^ und ich glaube Meike hätte sich dort richtig wohl gefühlt. Es war alles sehr im afrikanischen Stil. (P.s: @ Meike: Habe extra für dich mehr Fotos gemacht)
Samstag, 10.10.09: Greymouth – Franz Josef
Nach der kleinen Zwischenrast, ging es weiter entlang der Westküste nach Franz Josef – zu einem meiner Highlights der ganzen Tour!
Bevor wir nach Franz Josef fuhren, machten wir einen kleinen Abstecher am "Mahinapua Lake" & an der "Okarito Lagoon" und genossen ein paar Minuten am Strand.
Der Ort „Franz Josef“ ist ein kleiner Touriort und ist ganz unscheinbar (wir wären fast wieder rausgefahren ^^). Hier gibt es eigentlich nur eine Sache zu besichtigen: Den einzigen Gletscher der Welt, der noch wächst - "Franz Josef Gletscher"!
Tja und da wir ebenfalls Touristen waren, buchten wir eine Heli-Hike-Tour für den nächsten Tag.
Kurze Erklärung: Heli-Hike-Tour ist eine Tour, die einen Helikopterflug und eine Guidetour auf dem Gletscher beinhaltet.
Für die Nacht hieß unser Hostel „Glowworm“ und war nur für eine Nacht gut :-/
Sonntag, 11.10.09: Franz Josef – Wanaka
YEAH! Heute hieß es, ab in die Lüfte!
Vorerst wurden wir komplett ausgestattet: Hose – Jacke – warme Socken – Wanderstiefel – Handschuhe!
Mit dem Helikopter bekamen wir einen ersten Überblick vom Gletscher, bevor wir auf ihm landeten. Dort warteten auch schon unsere zwei Guideführer, die uns ins zwei Gruppe einteilten: die etwas Fitteren und die Gemütlichen ^^ (wir waren in der 1. Gruppe).
Unser Guideführer, John, führte uns 2,5 Std über den Gletscher und ließ uns durch Löcher klettern oder in Höhlen schauen… war echt awesome!
Anschließend ging es wieder zurück mit dem Helikopter - Dadurch dass wir eine sehr junge / aktive Gruppe waren, fragten wir den Pilot, ob er uns ein paar Tricks zeigen könnte.
Der Trick war: nach kurzem Anstieg wieder im Steilflug runter ….
Oh my god! Ich war so geschockt schwerelos zu sein, dass ich mich beim Piloten festhalten musste ^^
Sicher aufm Boden zurück, fuhren wir weiter Richtung Wanaka!
Vorerst schauten wir uns noch den Lake Matheson an – sein Spitzname ist auch „Lake Mirror“.
Wenn das Wasser ganz still steht, spiegeln sich die Berge - vor allem der Mount Cook - im Wasser. Dort können geniale Fotos geschossen werden.
Leider hatten wir nicht das Glück, denn es war sehr windig ... sodass das Wasser nicht ganz ruhig war. Außerdem war ich leicht von dem See enttäuscht: Ich wusste von Freunden, dass ein Schild „Mirror Lakes“ existiert, dies wurde spiegelverkehrt angefertigt, sodass man es nur im Wasser richtigrum lesen kann. Tja, leider haben wir das Schild nicht gefunden (Hätte mir mal jemand gesagt: Abwarten, Lena!)
Und dann kam auch noch das Unglück! Nach etwa 1 Std Autofahrt – also ca. die Hälfte der Strecke – bemerkte ich, dass ich die Skijacke von Khadi (die sie mir netter Weise ausgeliehen hat – Danke nochmal) in Franz Josef vergessen hatte. Ich war total fertig mit den Nerven, sodass Jonas sich opferte und die Strecke wieder zurück fuhr, um mir die Jacke zu holen. Shame on me!
Als wir die Jacke wieder hatten, konnten wir auf dem Rückweg WIEDER nach Wanaka noch eine kleine Rast am Strand machen ... da gerade auch Zeit für den Sonnenuntergang war.
Dieser Strand sollte dann auch vorerst der letzte an der Westküste sein – wir bekamen zum Glück auch noch einen traumhaften Sonnenuntergang, allerdings mit eiskaltem Wind ^^
Im Endeffekt sind wir dann erst gegen 22 Uhr im Backpacker „Wanaka Bakpaka“ angekommen und sind tot ins Bett gefallen.
Montag, 12.10.09: Wanaka
Nach der langen Fahrt vom vorherigen Tag, schliefen wir erst einmal lange aus – bevor wir uns Wanaka ansahen.
Wanaka ist eine sehr süße kleine Winterstadt - Meisten lebt sie erst auf, wenn die Skisaison anfängt, da viele sich dann dort niederlassen, um zu den verschiedenen Skigebieten zukommen … trotzdem im Frühling auch sehr nett. Liegt am selbigen See „Lake Wanaka“ und ist von vielen Bergen umgeben.
Auf dem Weg nach Wanaka haben wir vieles verpasst, sodass wir entschieden ein Stück zurück zufahren.
So kamen wir noch zum "Fantail Waterfall" & zu den "Blue Pools" - Der Fantail Waterfall war atemberaubend, wenn nicht die blöden „Sandflies“ gewesen wären!
Die "Blue Pools", naja! Nicht wirklich besonders, aber trotzdem schön. Übrigens hatte ich dort meinen 2. Wasserkontakt ^^
Wanaka liegt nicht nur am „Lake Wanaka“, sondern auch am „Lake Hawea“ – traumhafte Aussicht!
Dienstag, 13.10.09: Wanaka – Queenstown
Bevor es weiter in den Süden ging, machten wir einen Abstecher ins „Puzzling World“.
Puzzling World besteht aus zwei Teilattraktionen: einem riesigen Irrgarten und einen Raum mit verschiedenen optischen Täuschungen!
Zuerst gingen wir in den Irrgarten und hielten uns dort fast 1 Std auf - Man kann sich zwei Routen aussuchen: einmal vier Türme (rot, grün, gelb & blau) finden oder in einer bestimmten Reihenfolge (gelb, rot, grün & blau).
Wir haben leider den gelben Corner verpasst, sodass wir nicht ganz die Reihenfolge einhielten – war trotzdem eine Menge Spaß dahinter, vor allem lernt man so viele Leute kennen ^^
Nach dem ganzen herumirren, gönnten wir uns eine Pause aufm Klo - seht selber, warum das Klo so extravagant ist!
Nach der kleinen Rast ging es zu den optischen Täuschungen, da waren echt manche richtig gut…. aber andere kannte man schon aus alten Zeiten ^^
Ein Rätsel habe ich für euch: Wer findet die Lösung zu diesem Stück Metall? – Es besteht nur aus EINEM Teil!
So, weiter ging es nach Queenstown!
Dort bezogen wir unser Hostel „Southern Laughter“ (war die gleiche Kette, wie in Franz Josef – na super :-/ )
Am gleichen Tag – mal wieder bei bestem Wetter – ging es auf den Hausberg „Bob´s Peak“.
Zuerst ging es die ersten Meter mit der Gondel hinauf, anschließend weiter mit einem Sessellift … Dort ist eigentlich die Hauptattraktion vom Berg ^^ - „The Luge“
The Luge ist ein Mix aus Kartbahn und Bobbahn … sehr sehr lustig und ist nebenbei auch noch der längste Luge von Neuseeland ^^
In der ersten Runde mussten wir die "Scenic Route" fahren, damit wir uns an die Karts gewöhnen. Die letzten zwei Runden ging es dann auf die "Extrem-Route" ^^ ... war sehr lustig & wir zwei hatten unseren Spaß!
Nach der Aktivität gingen wir den ruhigen Teil des Tages – Shopping ^^
- Jonas und ich sind während unserer Tour oft shoppen gewesen, aber eigentlich war es mehr anschauen, schwärmen und wieder raus ^^ - auch diesmal! (hihi, gerade lief das Lied: „I´m walking“ – Schicksal)
Wir liefen ein bisschen in der Innenstadt und an der Waterfront entlang - Queenstown ist an sich eine sehr schöne Stadt; sehr schön am See gelegen, süße kleine Einkaufsstraße … trotzdem für mich zu touristisch – überall kann man von der Brücke oder Klippe springen oder Jetboat fahren!
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